Ausgezeichnet

Träger des Ehrenzeichens des Kreises Kelme (Litauen)

Im April kann man im Kreis Kelme immer mehr deutsche Sprache hören als sonst. In diesem Jahr hatten wir einen besonderen Anlass deutsche Gäste zu begrüßen und sie zu ehren. 2009 haben der Bildungsleiter des Kreises Kelme Stasys Jokubauskas und der Vorsitzender der Fördervereine “Kinder in Litauen” (Erfurt)  und  “Jugend mit Zukunft” (Aschaffenburg), Herr Wolfgang Gärthe, den Partnerschaftsvertrag unterschrieben.
Zehn Jahre lang wird das Deutschlernen unterstützt,  Interesse an Fremdsprachen geweckt und Motivation zum Kennenlernen der fremden Kultur, Sitten und Bräuchen, vieler anderen Möglichkeiten gestärkt.  

Am 21. Januar 2019 hat der Vorstand des Kreises Kelme entschieden Herrn Wolfgang Gärthe mit dem Ehrenzeichen des Kreises Kelme “Für Verdienste dem Kreis Kelme” auszuzeichnen. Beim Fest der deutschen Sprache am 12. April 2019 hat der Landrat des Kreises Kelme Vaclovas Andrulis das Ehrenzeichen des Kreises Kelme Herrn Wolfgang Gärthe für seine aktive und sinnvolle Bildungstätigkeit, für finanzielle Unterstützung der Schulen, für Erweiterung und Entwicklung der internationalen Beziehungen und für Erläuterung des Namens der Stadt Kelme in Europa verliehen. 

Es ist uns, den Bürgern des Kreises Kelme, eine große Ehre solche Menschen wie Herrn Wolfgang Gärthe bei uns begrüßen zu dürfen und wir tragen in unseren Herzen ein riesiges Dankbarkeitsgefühl für Ihre Aufmerksamkeit, die Sie uns immer schenken. 

Egidijus Ūksas
Stellvertreter des Landrates des Kreises Kelme


Von Links: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung mit Wolfgang Gärthe bei der Auszeichnung mit der Goldenen Ehrennadel für ehrenamtliches Engagement der Stadt Leipzig.

Wolfgang Gärthe aus Aschaffenburg wird in Leipzig ausgezeichnet

Warum wird ein Bürger aus Aschaffenburg mit der Goldenen Ehrennadel für ehrenamtliches Engagement der StadtLeipzig geehrt? Eine Pressemeldung der Stadt verrät es:  „Im Jahr 2009 gründete Wolfgang Gärthe die Initiative „Schule mit Zukunft Leipzig-Ost“. Ziel war es unter anderem, an der teilnehmenden KITA und den Schulen den Anteil von Kindern ohne Schulabschluss zu senken und möglichst alle Absolventen in eine berufliche Ausbildung zu bringen. Mit großem persönlichem Einsatz gelang es ihm, private Mittel sowie Fördergelder von Stiftungen in erheblichem Umfang einzuwerben und vielfältige Kooperationen für die Initiative einzugehen.

Konkret erreicht wurde mit seiner Initiative im Brennpunkt-Stadtteil Leipzig Ost, dass Schulanfänger den Übergang zur Grundschule besser bewältigen. dass die Anzahl der Gymnasialempfehlungen an Grundschulen gestiegen ist und eine Oberschule (5. bis 10. Klasse) das Ziel „Jeder Absolvent mit Abschluss“ erreichte. 

„Dass das Ergebnis von Schule mit Zukunft Leipzig-Ost Erfolg hat, ist insbesondere dem Engagement fähiger Führungskräfte sowie engagierter Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Lehrkräften und grundsätzlichen Verbesserungen durch die Stadt Leipzig und das Sächsische Kultusministerium zu verdanken,“  stellt Wolfgang Gärthe klar.

Der größte Erfolg mit Nachhaltigkeit besteht darin, dass die Initiative „StartTraining 1. & 5. Klasse“ (ein Baustein von Schule mit Zukunft Leipzig Ost) durch das sächsische Kultusministerium sowie die Universität Leipzig ins Lehramtstudium übernommen wurde. „Diese Einrichtungen haben erkannt, dass frühzeitiger Abbau von Lernproblemen einen erfolgreichen Schulabschluss sichert und außerdem die Pädagogikstudenten während ihres Studiums echte Praxiserfahrungen sammeln können,“ ist Gärthe überzeugt und formuliert seine These: „… dass in Deutschland kein(e) Schülerin und kein Schüler verloren gehen muss, ist in der Leipziger Praxis bewiesen. 50.000 Schulabsolventen ohne Abschluss in Deutschland  muss es nicht geben, das passt weder sozial noch zum Bedarf der Arbeitswelt. Was insbesondere passieren mus,s ist eine konsequentere Übertragung guter Erfahrungen.” Bleibt zu hoffen, dass die Leipziger Erfahrungen bald deutschlandweit „Schule“ machen.

Text und Foto: Bernd Görne


Wolfgang Gärthe mit Linas Kukuraitis, Minister für Arbeit und Soziales, Auszeichnung mit dem Stern der Gnade

25 Jahre Einsatz für Jugend- und Familienhilfe in Litauen: Insbesondere in Vilnius mit der Begleitung der Klinik für leukämikranke Kinder sowie Famlienbetreuung. Zur Familienbetreuung hat das Sozialamt der Stadt Vilnius bestätigt, dass mindestens 18 Kindern ein Heimaufenthalt erspart geblieben ist  –  weil die alleinerziehenden Mütter mit ihren Kindern durch die Begleitung stabil gehalten werden konnten. Das spezielle und umfassende Betreuungskonzept war auch Vorbild für das aktuelle Konzept der Stadt Vilnius  –  einer ganzheitlichen Betreuung von sog. Sozialfamilien “aus einer Hand”.